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NordLink: "grünes Kabel" zwischen Norwegen und Deutschland

Insbesondere regenerativ gewonnene Energie soll zwischen den beiden Nationen ausgetauscht werden. Durch den Interkonnektor wird überschüssige Wind- und Sonnenenergie von Deutschland nach Norwegen ausgeführt, während Norwegen Strom aus Wasserkraft nach Deutschland liefert, wenn die Sonne nicht scheint und Windstille herrscht. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei quasi als "Energiespeicher", denn bei Stromimport aus Deutschland kann das Wasser in ihnen verbleiben.

Mit dem 1400-Megawatt-Unterseekabel werden zum ersten Mal die Strommärkte der beiden Länder vernetzt. Die Verbindung fördert die Integration des nordwesteuropäischen Energiemarkts, erhöht die Versorgungssicherheit und trägt zur Stabilisierung der Energiepreise bei. Beide Nationen folgen den klimapolitischen Zielen der EU – und machen mit dem Seekabel sie einen großen Schritt Richtung CO2-freie Energieversorgung.

27.05.2021 Pressemitteilung von TenneT:
Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsidentin Solberg nehmen NordLink offiziell mit gemeinsamem „digitalen Knopfdruck“ in Betrieb
Screenshot der symbolischen Inbetriebnahme von NordLink
Von links: Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein, Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung KfW IPEX-Bank, Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Manon van Beek, CEO TenneT, Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin Deutschland, Erna Solberg, Ministerpräsidentin Norwegen, Hilde Tonne, CEO Statnett, Tina Bru, Öl- und Energieministerin Norwegen, Jon Fredrik Baksaas, Chairman of the Board of Directors Statnett.

50:50-Partnerschaft zwischen Norwegen und Deutschland

Das Nordseekabel-Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von insgesamt knapp 1,8 Mrd. EUR. Die drei Vertragspartner des Projektes, Statnett (staatlicher norwegischer Stromkonzern), KfW (vertreten durch die KfW IPEX-Bank) und TenneT TSO GmbH (deutscher Übertragungsnetzbetreiber) vereinbarten in ihrem Kooperationsvertrag eine 50:50-Partnerschaft zwischen Norwegen und Deutschland. So ist Statnett zur Hälfte Eigentümer des Projekts, während die andere Hälfte auf deutscher Seite von KfW und TenneT im Rahmen einer eigens dafür gegründeten Projektgesellschaft gehalten wird.

„NordLink ist das bedeutendste Projekt im europäischen Energiesektor und steht mustergültig für die Energiewende in Deutschland und Europa“, sagt Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank. „Die Beteiligung der KfW ist ein klares Bekenntnis zum Klima- und Umweltschutz – mit dem durch das Kabel möglichen Tausch von Elektrizität aus Wind- und Wasserkraft schaffen wir Versorgungssicherheit, stabile Energiepreise und erhöhen den Anteil erneuerbarer Energien im Strommix. Wir sind stolz, dabei zu sein und NordLink von der Planung bis zur Inbetriebnahme begleitet zu haben.“

Erfahren Sie mehr in der KfW Stories Reportage:

Grüner Strom aus Norwegen