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Blitz-Licht-Analyse: Solarmodulhersteller

Nach der tiefen Krise im ehemals boomenden Solarmodulsektor mehren sich jetzt wieder die positiven Nachrichten. Steht ein Ende der Preiskämpfe und des Konsolidierungsdrucks bevor?

Vom Erfolg überrollt – massive Überkapazitäten führen in die Krise

Getrieben von vielfältigen Fördermaßnahmen stieg auch die Neuinstallation von Photovoltaikanlagen von 2006 bis 2010 weltweit um 85% – pro Jahr. Seinerzeit konnten Modulhersteller diese Dynamik noch in steigende Gewinne übersetzen, deutsche Anbieter wie Q-Cells und Solarworld oder die US-amerikanische First Solar erzielten Margen von 20% und mehr. Unablässig wurde in neue Produktionsanlagen investiert, insbesondere in China, wo die Regierung den Solarsektor als Schlüsselindustrie identifizierte und subventionierte. Massive Überkapazitäten und ruinöse Preiskämpfe waren die Folge. Zum Höhepunkt der Krise 2012 war weltweit weniger als die Hälfte der Produktionskapazitäten ausgelastet. Die damit verbundene Konsolidierung hat kaum ein deutscher Modulproduzent in Eigenständigkeit überstanden.

Erholung im Sektor unverkennbar

In den letzten Monaten sind wieder bessere Nachrichten aus der Branche vernehmbar. Nach schmerzhaften Restrukturierungsprogrammen kehren mehr und mehr Hersteller in die Gewinnzone zurück. Der Preisverfall bei den Modulen hat sich verlangsamt. Zudem sind die Solarmodulproduzenten bei ihren Neuinvestitionen vorsichtiger geworden – bei gleichzeitig guten Aussichten: 2015 und 2016 können bei Neuinstallationen wieder Wachstumsraten von jeweils gut 15% erwartet werden.

Steht somit ein Ende der Preiskämpfe und des Konsolidierungsdrucks bevor?

Unsere Antwort auf diese Frage und weitere Aspekte zum Thema beleuchtet die aktuelle "Blitz-Licht-Analyse"  (PDF, 117 KB, nicht barrierefrei), ein Produkt der Abteilung Zentrale Analyse der KfW IPEX-Bank.

Veröffentlicht: Mai 2015