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NordLink: "grünes Kabel" zwischen Norwegen und Deutschland

Insbesondere regenerativ gewonnene Energie soll zwischen den beiden Nationen ausgetauscht werden. Durch den Interkonnektor wird überschüssige Wind- und Sonnenenergie von Deutschland nach Norwegen ausgeführt, während Norwegen Strom aus Wasserkraft nach Deutschland liefert, wenn die Sonne nicht scheint und Windstille herrscht. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei quasi als "Energiespeicher", denn bei Stromimport aus Deutschland kann das Wasser in ihnen verbleiben.

Mit dem 1400-Megawatt-Unterseekabel werden zum ersten Mal die Strommärkte der beiden Länder vernetzt. Die Verbindung fördert die Integration des nordwesteuropäischen Energiemarkts, erhöht die Versorgungssicherheit und trägt zur Stabilisierung der Energiepreise bei. Beide Nationen folgen den klimapolitischen Zielen der EU – und machen mit dem Seekabel sie einen großen Schritt Richtung CO2-freie Energieversorgung.

KfW, Statnett und TenneT: ein starkes Team

Das Nordseekabel-Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von insgesamt 1,5 - 2,0 Mrd. EUR. Der norwegische Stromnetzbetreiber Statnett, die KfW (vertreten durch die KfW IPEX-Bank) und der für die deutsche Nordseeregion zuständige Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH haben im Februar 2015 einen entsprechenden Kooperationsvertrag zum Bau des Unterseekabels zwischen Deutschland und Norwegen getroffen.

50:50-Partnerschaft zwischen Norwegen und Deutschland

Die Vereinbarung zwischen den drei Vertragspartnern sieht eine 50:50-Partnerschaft zwischen Norwegen und Deutschland vor. Der staatliche norwegische Stromkonzern Statnett wird zur Hälfte Eigentümer des Projekts sein. Die andere Hälfte wird auf deutscher Seite von KfW und TenneT im Rahmen einer neu gegründeten Projektgesellschaft gehalten.


Zukunftsbaustein der Energiewende

"Dieser Interkonnektor vergrößert die Möglichkeiten zum Austausch erneuerbarer Energien und leistet einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen sowie zum Erreichen der Klimaziele und erhöht die Versorgungssicherheit in beiden Ländern", sagte Gisela von Krosigk, für das Projekt zuständige Abteilungsleiterin bei der KfW IPEX-Bank.

dickes schwarzen Kabel
1400 Megawatt Unterseekabel wird deutschen und norwegischen Strommarkt vernetzen.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Pressemitteilungen:

"NordLink: Start der Seeverlegung des "grünen Kabels" (01.08.2017)

Erster Spatenstich für NordLink – "Grünes Kabel" wird erstmals die Strommärkte Deutschlands und Norwegens direkt verbinden (16.09.2016)

Grünes Licht für "grünes Kabel": NordLink geht an den Start (10.02.2015)

NordLink
16.09.2016, von links nach rechts: Robert Habeck (Energiewendeminister Schleswig-Holstein), Lex Hartman (Mitglied TenneT-Geschäftsführung), Elisabeth Walaas (norwegische Botschafterin), Gisela von Krosigk (Abteilungsleiterin KfW IPEX-Bank), Håkon Borgen (stellvertretender Vorstandsvorsitzender Statnett), Ragnhild Katteland (Nexans)