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EBWE und KfW IPEX-Bank unterstützen Elektroautoindustrie in Polen

Pressemitteilung vom 07.08.2020 / KfW IPEX-Bank

Finanzierung in Höhe von 135 Mio. EUR für neues Werk von Johnson Matthey

  • EBWE und KfW IPEX-Bank stellen 135 Mio. EUR Kredit für neues Werk in Polen zur Verfügung
  • Anlage wird innovative Werkstoffe für Elektroautobatterien produzieren
  • Nächster Schritt zu einer stärkeren Nutzung von Elektrofahrzeugen

Zwei führende europäische Banken fördern die Elektroautoindustrie mit einer Investition in ein neues Werk von Johnson Matthey, einem global tätigen Konzern für Chemie und nachhaltige Technologien. Das Werk wird im Industriegebiet der polnischen Stadt Konin westlich von Warschau entstehen. Die gemeinsame Finanzierung besteht aus einem Darlehen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Höhe von 90 Mio. EUR und einem Darlehen der KfW IPEX-Bank in Höhe von 45 Mio. EUR.

In der Fabrik in Konin wird Johnson Matthey Kathodenmaterialien für Elektrofahrzeugbatterien herstellen. Das Werk wird die weltweit erste Produktionsstätte für das vom Unternehmen entwickelte Material eLNO® bilden. Es besteht aus fortschrittlichen Akkumulatorwerkstoffen, die eine besonders hohe Energiedichte aufweisen. Diese Werkstoffe sollen die Leistung von Lithium-Ionen-Batterien erhöhen und so die Verbreitung von Elektrofahrzeugen fördern. Die jährliche Produktionskapazität in Konin wird 10.000 Tonnen eLNO® betragen, was für rund 100.000 vollelektrische Fahrzeuge ausreicht. Darüber hinaus kann der Standort, an dem 2022 die Produktion aufgenommen werden wird, durch weitere Investitionen auf das Zehnfache erweitert werden. Mit dem Bau der Anlage wurde in diesem Jahr begonnen.

Johnson Matthey hat sich zum Ziel gesetzt, die Herstellung seiner Produkte durch den Einsatz von Automatisierungstechniken und Strom aus erneuerbaren Quellen energieeffizient zu gestalten. Der Spezialchemiekonzern will zudem die Emissionen aus der Batterieproduktion und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Umwelt minimieren und hat sich den Sustainable Development Goals (SDG) verpflichtet. Als Teil der Global Battery Alliance trägt das Unternehmen dazu bei, die Wertschöpfungskette für Batterien nachhaltiger zu gestalten.

Grzegorz Zieliński, Regional Director Central Europe and Head of Poland der EBWE: „Wir freuen uns sehr, dieses bahnbrechende Projekt zu finanzieren. Es stellt einen großen Schritt auf dem Weg dar, Elektroautos nicht nur zu einer umweltfreundlichen, sondern auch zu einer immer konkurrenzfähigeren und attraktiveren Alternative zu konventionellen Fahrzeugen zu machen. Wir begrüßen auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und erwarten weitere positive Auswirkungen infolge dieser bedeutenden Investition.“

Markus Scheer, Geschäftsführer der KfW IPEX-Bank: „Wir sind stolz darauf, in Zusammenarbeit mit renommierten europäischen Partnern wie der EBWE zur Entwicklung innovativer Fahrzeugbatterien beizutragen, die die E-Mobilität und damit den Umwelt- und Klimaschutz unterstützen.“

Christian Günther, Geschäftsführer Batteriematerialien bei Johnson Matthey: „Der Bau unseres neuen Werks in Konin markiert einen bedeutender Meilenstein bei der Einführung unseres Materials eLNO für Batteriekathoden. Mithilfe dieser Finanzierung wollen wir eLNO bis 2024 auf Auto-Plattformen zum Einsatz bringen, um zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge und somit zu einer saubereren, gesünderen Welt für uns alle beizutragen.“

Über die EBWE: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ist eine multilaterale Finanzinstitution, die durch ihre Investitionen und ihr politisches Engagement den Übergang zur Marktwirtschaft und die Entwicklung von auf dem Privatsektor basierenden, nachhaltigen Volkswirtschaften unterstützt. Die Entwicklung einer grünen Wirtschaft ist eines der Hauptziele der EBWE. Die Bank investiert direkt und gemeinsam mit Investoren aus dem Privatsektor. Anfang 2020 reagierte die EBWE umgehend auf den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie mit einem speziellen Solidaritätspaket. Vor dem Hintergrund einer beispiellosen Nachfrage nach ihren Finanzierungen verzeichnete die Bank im ersten Halbjahr mit über fünf Mrd. EUR an Neuzusagen ein operatives Rekordergebnis. Weitere Informationen finden Sie unter www.ebrd.com/de/home.

Über die KfW IPEX-Bank: Die KfW IPEX-Bank verantwortet innerhalb der KfW Bankengruppe die Export- und Projektfinanzierung. Mit der Strukturierung mittel- und langfristiger Finanzierungen für deutsche und europäische Exporte, Infrastrukturinvestitionen und Rohstoffsicherung sowie Umwelt- und Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt unterstützt sie heimische Unternehmen der industriellen Schlüsselsektoren auf den globalen Märkten. Als Spezialbank verfügt die KfW IPEX-Bank über eine umfassende Branchen-, Strukturierungs- und Länderkompetenz, sie übernimmt in Finanzierungskonsortien führende Rollen und bindet andere Banken, Institutionelle Investoren und Versicherungen aktiv ein. Sie wird als rechtlich selbständiges Konzernunternehmen geführt und ist in den wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren der Welt vertreten. Weitere Informationen finden Sie unter www.kfw-ipex-bank.de.

Über Johnson Matthey: Johnson Matthey ist ein weltweit führendes Unternehmen im Wissenschaftssektor, das zu einer saubereren und gesünderen Welt beiträgt. Seit über 200 Jahren setzt sich das Unternehmen mit aller Kraft für Innovation und technologische Durchbrüche ein, um die Leistung, Funktion und Sicherheit der Produkte seiner Kunden zu steigern. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Unternehmens wirken sich weltweit in Bereichen wie emissionsarmer Transport, Pharmazie, chemische Verfahrenstechnik und möglichst effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen des Planeten aus. Heute arbeiten mehr als 15.000 Fachleute von Johnson Matthey mit einem Netzwerk von Kunden und Partnern zusammen, um die Welt nachhaltig zu verändern. Weitere Informationen finden Sie unter www.matthey.com.

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